Info-

veranstaltung

26. Mai 2021

19.30 Uhr

Das neue Schulzentrum Halde

das Generationenprojekt verbindet

REDEN SIE MIT!

Aufgrund der aktuellen Corona-Situation kann die Gemeinde Wohlen leider keine Infoveranstaltung im gewohnten Rahmen durchführen. Mit Vergnügen informieren wir Sie am 26. Mai 2021 ab 19.30 Uhr aber online. Über den untenstehenden Link gelangen Sie direkt ins Zoom-Meeting. Falls Ihnen jetzt schon eine Frage auf der Zunge brennt, lassen Sie es uns wissen. Schreiben Sie Ihr Anliegen ganz einfach ins Kontaktformular unten, und wir werden Ihnen so schnell als möglich – spätestens aber am 26. Mai – antworten. Wir freuen uns sehr, wenn Sie mitreden. Denn das Schulzentrum Halde ist ein Generationenprojekt, das uns alle angeht.

Meeting-ID: 954 7388 0822
Kenncode: 569424

 

Sie fragen – wir antworten

Was hat das Projekt für einen Einfluss auf den Steuerfuss?

Die gesetzlich vorgeschriebenen Abschreibungen der Investitionen belasten die Erfolgsrechnung der Gemeinde Wohlen. Für die Beantwortung der Frage ist nicht nur das Bauprojekt Schulzentrum Halde, sondern der ganze Investitionsbedarf der Gemeinde Wohlen in den nächsten zehn Jahren in Betracht zu ziehen.

Gemäss Finanzplan 2022 – 2031 sind in den kommenden 10 Jahren Investitionsvorhaben für rund CHF 150 Mio vorgesehen, allein 95 Mio im Bereich Bildung. Das ist kein Wunschkonzert, da die Gemeinde Wohlen in den vergangenen 30 Jahren gegenüber dem kantonalen Durchschnitt weit unterdurchschnittlich investiert hat. Der Nachholbedarf in den Werterhalt der vorhandenen (Bildungs-)Infrastruktur ist mittlerweile dringlich und lässt keinen Aufschub oder gar einen Verzicht mehr zu. So auch im Schulzentrum Halde.

Alle diese Projekte insgesamt sind nur realisierbar, wenn zusätzliche Erträge generiert werden können, d.h. vornehmlich in Form von mehr Steuereinnahmen. Der Finanzplan sieht deshalb vor, ab dem Budget 2023 den Steuerfuss um 2% auf 115% zu erhöhen. Da jedoch die finanziellen Ziele mit diesem Steuerfuss nach heutigem Wissensstand nicht erreicht werden können, ist eine weitere Erhöhung vorgesehen. Aus heutiger Sicht soll der Steuerfuss ab 2026 in einem weiteren Schritt auf 120% festgelegt werden. Dann werden die direkten Auswirkungen der Investitionen den Finanzhaushalt am stärksten belasten. Es ist dabei aber zu berücksichtigen, dass der Finanzplan einer grossen Dynamik unterworfen ist. Massgeblichen Einfluss auf die Festlegung des kommunalen Steuerfusses haben Entscheide auf kantonaler Ebene  wie z.B. Steuergesetzrevision oder die Neuregelung Strassenfinanzierung.

Der Gemeinderat ist aber überzeugt davon, dass diese Investitionen langfristig eine positive Wirkung zeigen und den Standort Wohlen stärken werden. Die zeitgemässe Sanierung und der Werterhalt der Infrastruktur ist für den Finanzhaushalt zwar eine Herausforderung, aber das Hinausschieben der Instandhaltung ist auch keine Lösung und wäre eine Belastung, die unseren Nachkommen nicht aufgebürdet werden darf.

Wie wird sichergestellt, dass Einheimische Unternehmungen aus der Region für dieses Projekt berücksichtigt werden?

Die öffentliche Hand ist dem Submissionsrecht unterworfen. Dies bedeutet, dass im vorliegenden Fall 80 % der Bauaufträge öffentlich ausgeschrieben werden müssen. Dabei ist das wirtschaftlich günstigste Angebot zu berücksichtigen. Gleichzeitig sind die Schwellenwerte für öffentliche Ausschreibungen zu beachten. Für 20 % der Bauaufträge können direkt Unternehmer zur Abgabe eines Angebots eingeladen werden, sofern die Schwellenwerte für öffentliche Ausschreibungen nicht überschritten werden. Gemäss der Submissionspraxis der Gemeinde Wohlen werden wenn immer möglich geeignete Unternehmungen aus Wohlen oder der nahen Region eingeladen.

Kann man die Attraktivitäts-Steigerung des Standort Wohlen durch dieses Projekt in Zahlen beziffern?

Es ist nicht möglich, die Attraktivitätssteigerung in Zahlen zu beziffern. Es herrscht jedoch bei fortschrittlichen Gemeinden Einigkeit darüber, dass ein gutes Bildungs- und Betreuungsangebot ein wichtiger Faktor ist für die Attraktivität einer Gemeinde als Wohn- und Firmenstandort. Familien ziehen eher nach Wohlen, wenn Wohlen gute Schulen hat. Das Städte-Ranking von Wüest Partner und der Zeitschrift «Bilanz» bewertet elf Kriterien: Arbeitsmarkt; Entwicklung Stadtbevölkerung und Wohnmarkt; Bildung; Kultur und Freizeit; Erholung; Einkaufsinfrastruktur; Gesundheit und Sicherheit; Soziales; Mobilität und Verkehr; Steuerattraktivität, Kaufkraft, Krankenkassenprämien sowie  Besonderheiten Stadt und Verwaltung.

Ich vermisse einen Kanalisationsplan mit Anschluss an Bremgarterstrasse und Pilatusstrasse.
Genügen dort die bestehenden Leitungen für Anfall von zusätzlichem Schmutz- und Sauberwasser. Besteht die Gefahr von Rückstau besonders bei Pilatusstrasse und Waltenschwilerstrasse?

Für den Neubau der Primarschule wird ein neuer Anschluss an die Hauptkanalisation an der Bremgartenstrasse erstellt.
Für die Bezirksschule inkl. Anbau werden die bestehenden Anschlüsse zur Pilatusstrasse wiederverwendet und teils saniert. Da das Bezirksschulgebäude inkl. Anbau weniger Schmutzwasser erzeugt als der Altbau mit der Turnhalle (Garderoben mit Duschen) wird die Belastung kleiner. Die Kanalisation wurde mit der Abteilung Tiefbau der Gemeinde vorgängig besprochen und wird im Rahmen des Bewilligungsverfahren zur Einsicht aufliegen und auch nochmals geprüft werden.